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Gute Praxis

Betriebsratsarbeit im Krisenmodus

Darum geht's

Illustration Gute Praxis Corona

Seit nun schon anderthalb Jahren prägt die Coronapandemie unser Leben und unseren Alltag. Die Interessenvertretungen schauen auf eine anstrengende Zeit zurück, in der immer auf Sicht, parallel zu den Entwicklungen der Coronapandemie, agiert wurde. Langfristige Planungen waren vielfach nur unter Vorbehalt möglich. Die infektionssichere Organisation von Arbeit war dabei sicherlich die größte Herausforderung, in dessen Zuge das Homeoffice an noch nie da gewesener Dynamik erfahren hat.

Dabei hat sich die Arbeit der Betriebsräte selbst extrem in dieser Zeit verändert. Die Arbeit miteinander, der Austausch mit den Mitarbeitenden und mit dem Arbeitgeber wurde in einen digitalen Raum verlagert. Wie haben Betriebsräte konkret ihre Arbeit organisiert? Wir schauen nachfolgend auf acht Beispiele guter Praxis, die im letzten Jahr als Projekt beim Deutschen Betriebsrätepreis eingereicht und in einer Mitbestimmungspraxis ausführlich beleuchtet wurden. Die Projekte geben Einblicke darin, welche Lösungen Betriebsräte erarbeitet haben, damit die Mitbestimmung präsent bleibt und nicht an Einfluss verliert. Denn gerade in Krisen ist sicherzustellen, dass die Interessen der Beschäftigten zu jeder Zeit gut vertreten sind, die Interessenvertreterinnen und -vertreter ausreichend Informationen erhalten und aktiv Einfluss auf Entscheidungen nehmen können. Die Projekte zeigen aber auch, welche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz auf den Weg gebracht wurden und wie sich die Kommunikation mit den Beschäftigten in dieser Zeit gestaltete. Gerade der letzte Punkt ist in Anbetracht der anstehenden Wahlen im nächsten Jahr von Relevanz. Wie wirkt sich der fehlende persönliche Kontakt hierauf aus? Es findet sich ein breites Spektrum an Projekten.

Julia Massolle

aktualisiert am 08.11.2021