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Mitbestimmung in der SE

Europäische Aktiengesellschaft

Was ist eine Europäische Aktiengesellschaft (SE)?

Seit Oktober 2004 haben Unternehmen bei der Wahl einer geeigneten Rechtsform für ihr europaweites Geschäft eine weitere Option: Neben die bekannten nationalen Gesellschaftsformen wie zum Beispiel die britische Public Limited Company, die französische Société Anonyme oder die deutsche Aktiengesellschaft trat eine neue, supranationale Gesellschaftsform für Unternehmen: die Europäische Aktiengesellschaft (SE). Das Kürzel SE steht für Societas Europaea, den (formalen) lateinischen Namen der Europäischen Aktiengesellschaft. Jedes Unternehmen, das sich für das Statut einer Europäischen Aktiengesellschaft entscheidet, muss seinem Namen das Kürzel „SE“ voran- oder nachstellen.

Den rechtlichen Rahmen der SE liefern zwei miteinander verzahnte europäische Rechtsvorschriften:

  • Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft (EG 2157/2001)
  • Richtlinie zur Ergänzung des Statuts der Europäischen Gesellschaft hinsichtlich der Beteiligung der Arbeitnehmer (2001/86/EG)

Das Kapital einer SE ist in Aktien aufgeteilt, deren Wert in Euro angegeben wird. Das gezeichnete Kapital muss mindestens 120.000 EUR betragen.

Michael Stollt

aktualisiert am 01.08.2015