Was ist Private Equity?

Der Begriff „Private Equity“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „privates Eigenkapital“. Eigenkapital ist das Kapital, welches einem Unternehmen von seinen rechtlichen Eigentümern dauerhaft zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung gestellt wird. Anders als für das sogenannte Fremdkapital wie z. B. Kredite und Anleihen existieren für Eigenkapital weder vertraglich vereinbarte Zinsen noch ein vertraglich festgelegter Rückzahlungszeitpunkt. Da dem Eigenkapital etwaige Verluste zugerechnet werden, erfüllt es für das Unternehmen die wichtige Funktion eines Risiko- und Haftungspuffers.

Der Begriff Private bezieht sich auf die Tatsache, dass Private-Equity-Investoren die Unternehmen in der Regel vollständig oder zum größten Teil übernehmen. Somit grenzt sich Private Equity vor allem von Public Equity ab: Hierbei werden die Anteile am Unternehmen in Form von Aktien am Kapitalmarkt und damit öffentlich gehandelt.

Konkret bezieht sich der Begriff Private Equity inzwischen nur noch auf eine bestimmte Art von Finanzinvestoren, die Unternehmen vollständig übernehmen und nach einem begrenzten Zeitraum möglichst gewinnbringend weiterverkaufen. Der begrenzte Zeithorizont und die damit verbundene „Exit-Orientierung“ gehören zu den entscheidenden Merkmalen dieses Geschäftsmodells.

Alexander Sekanina


aktualisiert am 22.12.2017