Was versteht man unter Schichtarbeit?

Wechsel- und Nachtschichtarbeit definieren sich vor allem dadurch, dass ein entscheidender Teil der Arbeitszeit in diesen Arbeitszeitsystemen außerhalb der für Menschen üblichen Wach- und Aktivphase des Tages liegt. Wir kennen sehr unterschiedliche Arbeitszeitsysteme, unter anderem Wechselschichtsysteme, in denen die Arbeitenden zwischen Arbeitszeiten zu verschiedenen Tagesphasen wechseln, zumeist Früh-, Spät und Nachtschicht. Solche Schichtsysteme werden teils über 5, über 6 Werktage oder über die ganze 7-tägige Woche hinweg als vollkontinuierliche Wechselschicht geführt. Neuere Entwicklungen mit sogenannten „außergewöhnlichen Arbeitszeiten“, in denen Arbeitsschichten regelmäßig in die Nacht hinein oder beginnend in den Nachtstunden betrieben werden, bedürfen aufgrund der besonderen Problemlage einer eigenen Darstellung. Sie bleiben hier daher unberücksichtigt.

Nacht- und Wechselschichtarbeit bestimmen das Arbeitsleben von ca. 17 % der in Deutschland Beschäftigten (Quelle: Eurostat 2014). Auf sie zu verzichten scheint trotz der gravierenden Belastungen kaum möglich. Nacht- und Wechselschichtarbeit wird durchgeführt aus technischen und ökonomischen Gründen sowie aus Gründen der Versorgung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.