Wie sind Übernahmeverfahren gesetzlich geregelt?

Das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) regelt Übernahmeangebote von börsennotierten Unternehmen mit Sitz im Inland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Sinn und Zweck des WpÜG ist es, Übernahmen einem insgesamt fairen Verfahren zu unterstellen, in dem Übernahmen weder verhindert noch gefördert werden sollen. Stattdessen soll ein gerechter Ausgleich zwischen den Interessen des Käufers („Bieter“) und der zu übernehmenden Gesellschaft („Zielgesellschaft“) und deren Aktionären sowie den betroffenen Arbeitnehmern geschaffen werden. Zu diesem Zweck enthält das WpÜG ein System aus verschiedenen Verhaltensregeln und Verfahrensrechten.

Dieser Kartenstapel behandelt die Rechte und Pflichten der Akteure bei Übernahmen börsennotierter Unternehmen. Er ermöglicht einen Einblick in die zentralen Vorgaben des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes, bei besonderem Fokus auf die Interessen der Arbeitnehmerschaft.

Sebastian SickMartin Göhler


aktualisiert am 02.05.2017