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Technologie, Arbeit, Akzeptanz

Smart Data & Künstliche Intelligenz

Worum geht es?

Durch den Einzug digitaler Technologien in Alltag und Berufsleben ist eine wahre Informationsflut entstanden. Im privaten Konsum, im alltäglichen Gebrauch von Kommunikationstechnik und bei unzähligen Tätigkeiten in nahezu allen Berufen werden Daten erhoben und verarbeitet. Sie dienen dazu, Prozesse nachzuzeichnen, Wechselwirkungen aufzuzeigen und Wirkungszusammenhänge zu verstehen – und werden mitunter dazu genutzt, den Einzelnen gezielt zum Gebrauch bzw. Kauf eines bestimmten Produkts oder einer Dienstleistung zu bewegen.

Vor allem Unternehmen und Organisationen produzieren Unmengen von Daten und Informationen auf Grundlage ihrer Geschäftstätigkeit – seien es interne Abläufe, Arbeitsauslastungen, Maschinenkapazitäten, personelle Ressourcen oder extern beeinflusste Parameter wie Umsatz, Absatzzahlen, Geschäftsbeziehungen und Kundenzufriedenheitswerte. Diese Informationen sind von enormer Relevanz. Sie zeigen auf, wo Stärken und Schwächen eines Unternehmens liegen, welche Chancen und Risiken mit bestimmten Entwicklungen einhergehen, wie Geschäftsprozesse optimiert werden können und wo Verbesserungspotenziale für Arbeit und Beschäftigung verortet sind. Sie können darüber hinaus zur Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen beitragen, etwa mit Blick auf ein nachhaltiges Energiesystem oder die Zukunft des Gesundheitswesens (vgl. Arbeiten in der verrnetzten Klinik).

Gleichzeitig können die breite Verfügbarkeit von Daten aller Art und ihre Auswertung in die Persönlichkeitsrechte von Arbeitnehmern und Privatpersonen eingreifen, etwa die Privatsphäre („gläserner Bürger“). Diese Risiken gilt es im Blick zu behalten und wo notwendig zu regulieren.

Um jedoch entsprechende Schlüsse ziehen zu können, ist eine Aufbereitung und Auswertung der „Rohdaten“ notwendig. An dieser Stelle greifen neue, digitalbasierte Verfahren und Technologien: Smart Data und Künstliche Intelligenz.

Illustration Smart Data - KI
© Alexander Limbach/Fotolia
Smart Data und KI, Working Paper Forschungsförderung 136

Kaiser, O. S./Malanowski, N. (2019): Smart Data und Künstliche Intelligenz

Technologie, Arbeit, Akzeptanz.

Working Paper Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung
Nummer 139

Mai 2019, 39 Seiten

Alexander Bullinger

aktualisiert am 03.09.2019