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Folgen der EU-Reform

Abschlussprüfung bei der AG (PIE) mit mitbestimmtem AR

Worum geht es?

Durch die EU-Abschlussprüfungsreform und ihre deutsche Umsetzung im Abschlussprüferreformgesetz (AReG) und Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz (APAReG) wurde die gesetzliche Abschlussprüfung in zentralen Punkten reformiert. Die Neuerungen betreffen dabei auch wesentlich die Arbeit von Aufsichtsräten und Prüfungsausschüssen.

Im besonderen Fokus der Reform stehen „Unternehmen von öffentlichem Interesse“ (kurz PIE – Public Interest Entity) zu denen börsennotierte Aktiengesellschaften zu zählen sind. Der vorliegende Kartenstapel gibt einen Überblick zu den wichtigsten Fragen, die sich Aufsichtsräte einer börsennotierten AG mit paritätischer Mitbestimmung in Hinblick auf die Reform zu stellen haben (in der Tabelle: AG, MitbestG, PIE).

Für alle weiteren Konstellationen von Rechtsform, Mitbestimmungsstatut und Kapitalmarktorientierung (bzw. PIE oder Non-PIE) verweist die folgende Tabelle auf entsprechende Ablaufpläne zu den Auswirkungen der Reform.

Ablaufpläne zu den Auswirkungen der Abschlussprüfungsreform

 
Rechtsform Aufsichtsrat MB-Statut PIE* Non-PIE
AG obligatorisch MitbestG X X
DrittelbG X X
fakultative AN-Beteiligung X X
GmbH obligatorisch MitbestG X X
DrittelbG X X
fakultativ fakultative AN-Beteiligung X X
SE obligatorisch SEBG X X

* PIE ohne Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen

 

 

 

Arno Prangenberg

aktualisiert am 28.06.2016