Worum geht es?

Im April 2013 verabschiedete die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Richtlinie, um die Transparenz bestimmter großer Unternehmen in sozialen und ökologischen Fragen zu verbessern. Betroffene Unternehmen müssen zukünftig einige nichtfinanzielle Informationen offenlegen: über Umweltbelange, soziale und mitarbeiterbezogene Aspekte; über die Achtung der Menschenrechte, Antikorruption und Vielfalt in den Aufsichtsräten. Die am 22.10.2014 verabschiedete sog. „CSR-Richtlinie“ (Richtlinie 2014/95/EU) gilt erstmals für das am 1. Januar 2017 beginnende Geschäftsjahr.

CSR steht für Corporate Social Responsibility und wird im Deutschen meist mit sozialer Unternehmensverantwortung übersetzt. Unser Themenkartenstapel greift die aktuelle Diskussion um nichtfinanzielle Kennziffern und zur CSR-Richtlinie auf. Zunächst wird grundlegend geklärt: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Unternehmenskontext? Wie wird sie in der nichtfinanziellen Berichterstattung von Unternehmen kommuniziert? Anschließend werden die wichtigsten Fakten zur CSR-Richtlinie und ihrer Umsetzung in Deutschland zusammengefasst und erklärt, welchen Einfluss sie insbesondere auf die Arbeit des Aufsichtsrats haben wird und inwiefern eine Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung erfolgen muss.

Melissa MetznerOliver Emons


aktualisiert am 20.10.2017