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Mitbestimmungspraxis 70

ESG-Pflichten: Einfluss auf die Personalberichterstattung

Die CSRD schafft Transparenz in der Personalberichterstattung, birgt aber das Risiko, dass wichtige Themen entfallen oder schwer prüfbar sind. Was das für Aufsichtsräte bedeutet, zeigt eine Studie.

Die nichtfinanzielle Berichterstattung ist für große Unternehmen Bestandteil des Geschäftsberichts, wenn sie nach der europäischen Richtlinie CSRD berichten. Da die Themenpalette des Nachhaltigkeitsberichts nach CSRD Personalthemen einschließt, haben die Unternehmen ihre Personalberichterstattung weitgehend in die Nachhaltigkeitsberichterstattung integriert, separate Personalberichte gibt es kaum noch.

Anhand der Berichte von sechs Unternehmen prüft die Studie exemplarisch die Folgen der CSRD Berichterstattung für die Personalberichterstattung. Sie sind zwiespältig: Einige Anforderungen der CSRD beispielsweise in Bezug auf Kennzahlen und Wirksamkeitsüberprüfungen führen zu qualitativen Verbesserungen. Auf der anderen Seite folgt die Berichterstattung einer anderen Logik, so dass es keine konsistente Personalberichterstattung gibt. Personalthemen finden sich über den Bericht verstreut. Aufgrund der Beschränkung auf Themen, die als wesentlich ermittelt werden, können wichtige Personalthemen entfallen.

Für den Aufsichtsrat wird die Prüfung der Personalstrategie dadurch komplexer und aufwändiger. Die Analyse verknüpft die Erkenntnisse mit Handlungsempfehlungen für Aufsichtsräte mit Blick auf die Prüfung der Personalberichterstattung.

MB Praxis Nr. 70 - ESG-Pflichten und ihre Nebenwirkungen für Personalberichterstattung

ESG-Pflichten: Einfluss auf die Personalberichterstattung

Chancen und Leerstellen - Eine Analyse am Beispiel von sechs Nachhaltigkeitsberichten

von Judith Beile und Katharina Schöneberg

Mitbestimmungspraxis 70
Düsseldorf: 2026, ISSN 2366-0449, 38 Seiten

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