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Glossar für die betriebliche Bildungsarbeit

Lern- und Entwicklungsprozesse im Kontext der digitalen Transformation

Von: Sebastian BurdackJan-Paul Giertz26.03.2021

Digitales Bildungsmanagement wird für Unternehmen immer wichtiger. Im Glossar wird ein interdisziplinärer Blick auf aktuelle Definitionen und Konzepte des digitalen Lernens geworfen. Verknüpft wird dies mit praktischen Tipps und konkreten Beispielen.

Was heißt eigentlich ... Organisationale Dynamik? VUCA? Resilienz und Agilität?

Im Informationszeitalter verändern sich Management-Modewörter schneller als die Jugendsprache. Einige verschwinden wieder und andere bekommen einen festen Platz in der Literatur und im täglichen Sprachgebrauch. In einem professionellen Kontext ist es wichtig „up-to-date“ zu bleiben, aber gleichzeitig auch mal inne zu halten. Inne zu halten, um sich über die Bedeutung von Begriffen und dessen Wirkung im Klaren zu werden, Abgrenzungen schaffen und eine Sortierung vorzunehmen. Dies gilt insbesondere für den Bereich der beruflichen Bildung.

Die Idee zu dem Glossar entstand bei Fachleuten der beruflichen Bildung, konkret in einem Fachausschuss der „Engeren Mitarbeiter*Innen der Arbeitsdirektor*Innen Stahl“, die sich mit der betrieblicher Bildungsarbeit der Zukunft beschäftigen. Dieser Fachausschuss ist mit den Bildungsverantwortlichen der deutschen Stahlindustrie besetzt. Konsens ist dort, dass die Aus- und Weiterbildung ein essenzieller Bestandteil zur Bewältigung der Transformation ist sowie einen entscheidenden Beitrag zur Beschäftigungssicherung und Beschäftigungserhaltung leistet. Unterschiedliche Auffassungen von Begrifflichkeiten und dessen Wirkung entstehen in der Diskussion um die Rahmenbedingungen und Ausgestaltung der Bildung der Zukunft. Mit Hilfe der wissenschaftlichen Begleitung von Kira Rempel und Stephanie Hiestand (ehm. Leibniz Universität Hannover) kommt eine neue, wissenschaftliche Expertise und Ansicht in die Debatte hinein. Gleichzeitig wurde mit Bildungsexpert*Innen aus Politik und Gesellschaft Ergebnisse dieses Glossars gespiegelt und diskursiv angereichert. 

Das Ergebnis ist eine kompakte Veröffentlichung, die in drei Ebenen unterteilt ist. Zu Beginn werden die großen Treiber der Entwicklung und Veränderungen skizziert sowie dessen Anforderungen dargestellt. Anschließend werden die Veränderungen und dessen Bedeutungen auf die organisationale Ebene des Betriebs heruntergebrochen, bevor zuletzt die Individuen (Lehrender und Lernender) im Fokus stehen. 

Welche Kompetenzanforderungen stellt die Digitalisierung an Beschäftigte? Wie gelingt das Lernen mit und durch die Arbeit? Wie kommt es zu Lernmotivation und Lernwiderständen?

Auf diese und weitere Fragen bietet das Glossar Antworten. Es sortiert Begrifflichkeiten des Bildungsbereiches, erklärt digitale Kompetenzen und bildet eine thematische Klammer zwischen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt, dessen Anforderungen und uns, den Arbeitnehmer*innen, Auszubildenden und Ausbildenden dieser Zeit. Gleichzeitig hält es „up-to-date“, skizziert die wissenschaftliche Debatte der digitalen Bildung und ist praxisorientiert aufgebaut, um einen Nutzen in der alltäglichen betrieblichen Bildungsarbeit zu schaffen.

MBPraxis 38 Cover

Stefanie Hiestand, Kira Rempel: Lern- und Entwicklungsprozesse im Kontext der digitalen Transformation

Glossar für die betriebliche Bildungsarbeit

Reihe: Mitbestimmungspraxis, Nr. 38

Düsseldorf: 2021, ISSN: 2366-0449. 44 Seiten

Weiterführende Informationen

Sebastian Burdack

ist Referent für Personal- und Mitbestimmungsangelegenheiten bei der Evonik Industries AG. Bis März 2021 arbeitete er im I.M.U der Hans-Böckler-Stiftung schwerpunktmäßig im Referat Mitbestimmung und Personalmanagement.

Jan-Paul Giertz

leitet im Institut für Mitbe­stimmung und Unternehmens­führung der Hans-Böckler-Stiftung (I.M.U.) das Referat Personalmanagement und Mitbestimmung. Er ist gelernter Industrie­mechaniker und studierter Sozialwissenschaftler. Berufserfahrungen kann er als arbeitsorientierter Berater, Personalentwickler und als Leiter Weiterbildung in einem deutschen Stahlunternehmen vorweisen.

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